Was Flüchtlingshilfe und amazon verbindet

among us auf dem RAW Flohmarkt

Liebe Unterstützer,

nach langer Funkstille meldet sich among us wieder zurück. Wenn ihr wissen wollt, was among us e.V. im laufenden Jahr so getrieben hat und noch so treiben wird, dann lest die folgenden Zeilen.

Zunächst wollen wir uns von ganzem Herzen bei euch allen bedanken, denn ohne eure Unterstützung wäre es uns nicht möglich, Menschen dabei zu helfen in Deutschland eine neue Heimat zu finden. Dabei sind die Geld- und Sachspenden genauso erwähnenswert, wie die zahlreichen helfen Hände, die unsere Flohmarktaktionen erst zu einem richtigen Erfolg haben werden lassen, die geteilten Facebook Posts, die uns weiterhin helfen auf uns aufmerksam zu machen und die heißen Tipps zu frei werdenden Wohnungen. Vielen Dank! Ohne euch wären among us niemals so weit gekommen. Nur die laufende Unterstützung und die Verlässlichkeit der Spendenzahlungen macht es among us möglich, monatliche Mietzahlungen zu garantieren.

among us bei Amazon Smile

Durch eine neue Kooperation mit Amazon Smile können wir nun auch noch durch einen einfachen Klick profitieren. Amazon Smile ist ein Beitrag zum nachhaltigen Einkaufen und erlaubt es, mit jedem gekauften Produkt eine wohltätige Organisation zu unterstützen. Es fallen keine zusätzlichen Kosten an. Auch das Sortiment und die Lieferung bleiben gleich. Um mitzumachen, einfach smile.amazon.de im Browser aufrufen und mit dem bestehenden Amazon-Konto anmelden. Wenn dann among us als Organisation ausgewählt wird, erhalten wir 0,5 Prozent des Warenwertes eines jeden Einkaufes. Allerdings fließt nur dann Geld für den guten Zweck, wenn die Bestellungen über Amazon Smile - also über smile.amazon.de – abgewickelt wird. Einkäufe, die über amazon.de getätigt werden, werden bei dem Spendenprogramm nicht berücksichtigt.

Weiterhin dringend gesucht: Wohnraum!

Durch die Unterstützung und neue Kooperation können wir momentan drei Neuankömmlinge in Berlin unterstützen. Dabei fokussieren wir uns darauf, aktive Integrationsarbeit zu leisten. Wir helfen bei alltäglich Fragen wie Behördengängen oder ähnlichen Notwendigkeiten, um im deutschen Behördendschungel nicht den Überblick zu verlieren. Die Korrespondenz mit Ausländerbehörden und Spezialisten im Bereich Asylgesetz gehören ebenfalls zu Angelegenheiten, in denen wir unsere Projektteilnehmer unterstützen können. Der Kern unserer Arbeit liegt dennoch weiterhin in der Beschaffung und Finanzierung von Zimmern in Berliner WGs. Hier sind wir unablässig auf der Suche nach Menschen, die ein Zimmer in Ihrer WG anbieten möchten.

Wir sehen auch in diesem Jahr, wie unser Konzept aufgeht und beobachten mit Freude wie sich Freundschaften zwischen Neuankömmlingen und WG-Mitbewohnern bilder, wie zusammen Sport gemacht und gekocht wird, wo man sich erklärt wie man den Ramadan gut übersteht und warum es am 1. Mai in Berlin mal etwas lauter wird. Mit viel Stolz berichten unsere Projektteilnehmer von bestandenen Deutschkursen, absolvierten Praktika und lang anhaltenden Beschäftigungsverhältnissen.

Flüchtlingshilfe bleibt weiterhin dringend

Wir merken aber jedoch auch wie das Thema Flüchtlingshilfe durch die weniger werdende mediale Präsenz und durch die geringer werdende Zahl von Neuankömmlingen an Unterstützung und Zuspruch verliert. Viele haben wohl den Eindruck, dass Hilfe durch die weniger werdende Anzahl an Zuwanderern nicht mehr so dringend so. Durch die tägliche Arbeit mit den Projektteilnehmern und dem kontinuierlichen Austausch mit anderen Organisationen wie Flüchtlinge Willkommen, sehen wir jedoch dass die Arbeit so wichtig und dringend wie zu Anfang der Flüchtlingskrise 2015 ist.

Vor kurzem wurde bekannt, dass weiterhin 15.000 Geflüchtete in Notunterkünften leben. Davon 13.000 allein in Berlin. Während Menschen, die ohne Unterkunft und materiell bedürftig ist, nach AsylbLG, Polizeirecht (ASOG Berlin) und aus dem Grundrecht auf ein menschenwürdiges Existenzminimum Anspruch auf einen freien Unterkunftsplatzes und Übernahme der Kosten haben, besteht weiterhin kein Anspruch für Geflüchtete aus die Zuweisung einer Mietwohnung. Zwar dürfen Sie sich selbst bereits nach 6 Wochen eine eigene Wohnung suchen, jedoch gibt der Berliner Mietmarkt diesen Wohnungssuchenden kaum eine Chance.

Deshalb möchten wir mit diesem Schreiben auch noch einmal auf die bestehende Notwendigkeit in der Flüchtlingsarbeit aufmerksam machen. Nur weil das erste Chaos der Flüchtlingswelle überwunden wurde, leben diese Menschen weiterhin in zum Teil unzumutbaren Umständen. Wir möchten den Menschen weiterhin dabei helfen ein Leben in Eigenbestimmung und Selbstverantwortung zu führen. Am dringendsten sind wir im Moment auf der Suche nach Wohnraum. Wenn jemand einen heißen Tipp für uns hat, freuen wir uns über eine Nachricht an be@among-us.org.